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Lautatio für Frank Landler und Bernnardo Sciarrabba

Wir schreiben das Jahr 1989 in dem Jahr der TTC Rauental einen Aufruf in Rauental zur Gründung einer Jugendtrainingsgruppe macht. Diesem Aufruf folgen aus Rauental mehrere Jugendliche, u.a. die 14-jährigen Jürgen Metz und Frank Landler (damals alle noch Rauentaler). Aus der Kernstadt gesellt sich ein kleiner schmächtiger Italiener hinzu namens Bernnardo Sciarrabba mit knapp 18 Jahre allerdings zu alt für eine Jugendmannschaft, geschweige denn talentiert für Tischtennis, scheiterte es doch schon damit koordinativ das Netz auf- und abzubauen 😊

Sei es drum, es wurde eine Jugendmannschaft gegründet und der hier zu verabschiedender Frank Landler sicherte für den TTC Rauental überhaupt den ersten Meistertitel mit einem knappen 9:7 gegen den Zweitplatzierten TB Selbach im letzten Spiel der Saison und der 2. Jugendsaison (91/92). Vater des Erfolgs war damals Jugendwart und -trainer Hans Unser.

Drei Jahre später (1994/95) schaffte Frank mit der 1. Mannschaft, dass man sich erstmalig seit Gründung (10 Jahren) aus der untersten Liga (C-Klasse) den Aufstieg über die Relegation in die B-Klasse sicherte. Eine Aufstiegsfeier, die seinesgleichen noch sucht, obwohl der TTC mittlerweile weit größere Erfolge feiern durfte.

Wiederum vier Jahre später schaffte man (mit Werner Schneider, Jochen Ulrich und Miguel Rodriguez) die Meisterschaft in der B-Klasse. April 2001 wurde man auch in der A-Klasse hauchdünn Meister. 2006 ging es gar in als Meister in die Bezirksliga (Merkel, Pach, Rodriguez, Immler, Metz, Landler). Weitere Meisterschaften mit der 2. Und 3. Mannschaft folgten, die ich allerdings leider aufgrund der Vieeelzahl gar nicht mehr Frank (oder andersrum) zählen kann. Sein TTR High ist 1590 Punkte.

Frank schrieb sich bereits 1993 mit 18 Jahren als jüngster Vereinsmeister in die Analen des TTCs ein (und wurde irgendwann von Yannick Pach und dann Florian Zug als jüngster VM abgelöst.) In Gänze schaffte Frank ein VM-Triple.

Nicht zu vergessen ist, dass Frank viele Jahre als Jugendtrainer und Betreuer und auch Mannschaftsführer fungierte und eine Vielzahl von Spieler hervorbrachte (blieb einer hängen?) 😉

In den fast 35 Jahren TTC Zugehörigkeit kann man und insbesondere ich als langer Mannschaftskamerad, Doppelpartner und vor allem lange bester Freund eine stetige Treue und Verlässlichkeit mit erstklassigen Tugenden attestieren, dem auch Kameradschaft wichtig war und ist. Sein Spiel ist von Kreativität und vor allem durch eine bärenstarke Rückhand geprägt, die schon einigen Gegner das Fürchten lehrte. Eine Lücke wird er beim TTC auch als hervorragenden Doppelpartner reißen, war er doch im Doppel noch besser als seine Rückhand.


 

Kommen wir zu Bernnardo, unseren Italian Stallion.

Liebevoll Berni genannt, gibt es so einige Geschichten über ihn zu erzählen.

Zu Beginn seiner TT-Karriere hatte man beim TTC nicht ein Hauch von Talent gesehen (was er auch nicht hat), aber Berni hat schnell gezeigt, dass er nicht der Beisser der Nation, aber des TTCs ist.

Motorisch sehr verbesserungsfähig, war ihm Tischtennis in Rauental so wichtig, dass er zu jedem Training zu Fuß in der Nähe vom Bahnhof Rastatt kam. Irgendwann schaffte er es Fahrrad fahren zu lernen, so dass sich seine Anfahrtszeit verkürzte. Selbst nach seinem Umzug nach Iffezheim hielt es in nicht ab mit Bus und Fuß zum Training zu kommen. Auch ein Job im Einzelhandel mit späten Arbeitszeiten hat er „gefühlt“ kein Training oder Spiel beim TTC verpasst.

Die Umstellung auf einen komischen Belag namens Antitop verschaffte ihm auch die ersten Erfolge im Tischtennis – wenn auch sehr häufig mit Netz- und Kantenbällen, deren Menge nicht mal Philipp Vater auf den Tisch bringt. Dies brachte ihm gar ein Gedicht unseres Ex-Vorstands Harald Holl zutage bei dem sein Spiel „Bernnardo Sorry Plus“ getauft wurde. Im Gegensatz zu Frank, war Berni jetzt nicht der gewünschte Doppelpartner, aber mit seinem unbändigen Siegeswillen, seinem flachen Vorhandschuss und dem eingebauten Glück schaffte Berni Erfolge gegen Spieler, die ihm keiner zugetraut hätte.  Legendär sind auch Bernis Schweißausbrüche, die so manche Schläger und TT-Platten überschwemmten.

Berni schaffte es als Spieler bis in die Bezirksliga hinteres PK (Sieg gegen Peter Merz), einmaliger Bezirksmeister Herren C und erreichte viele Aufstiege mit der 2. Und 3. Mannschaft bei einem TTR.-High von 1515. Er war sich nie zu schade, eine Mannschaft zu führen, seine persönlichen Interesse auf Positionen in den Dienst der Mannschaft oder jüngere Spieler zu stellen. In keinster Weise Frank hintanstellt, zeigte Berni die gleichen Tugenden wie Frank und ich kann nur sagen, dass ich aber auch viele andere Spieler geschätzte Kameraden und Freunde – zumindest auf Vereinsebene verlieren.

Wir wünschen euch in euren neuen Vereinen viel Erfolg ! Aber nicht gegen uns ;-)

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